Kartenlegen: Eine Frau nutzt Wahrsagekarten zur Selbstreflexion.“

„Zwischen Schicksal und Psychologie: 5 Mythen über das Kartenlegen und die wahre Magie dahinter“

Es gibt wohl kaum ein spirituelles Thema, das so viele Vorurteile über das Kartenlegen mit sich herumträgt wie dieses. Während die einen auf die Karten als wertvolle Entscheidungshilfe schwören, belächeln andere die Praxis als bloßen Hokuspokus. Oft herrscht ein Bild im Kopf, das eher an einen alten Märchenfilm erinnert: Eine geheimnisvolle Gestalt im dunklen Zelt, die mit tiefer Stimme das unausweichliche Schicksal verkündet. Das klingt zwar spannend, ist aber weit entfernt von der modernen Realität der spirituellen Lebensberatung.

Doch was ist dran an den Klischees?

Funktionieren Karten auch bei Skeptikern?

Und verliert man die Kontrolle über sein Leben, wenn man die Zukunft vorhersagen lässt?

In diesem Artikel räumen wir mit den 5 häufigsten Mythen über das Kartenlegen auf und zeigen dir, wie die Karten als Brücke zu deinem Unterbewusstsein wirklich funktionieren.Schauen wir uns also an, was wirklich hinter den Karten steckt – und wie sie zu deinem persönlichen Wegweiser werden können.



Vorurteil 1: „Kartenlegen ist nur Hokuspokus.“

Das wahrscheinlich gängigste Klischee:

Kartenlegen sei nichts weiter als Show und Einbildung.

Doch wer sich ernsthaft darauf einlässt, merkt schnell:

Karten sind kein Zaubertrick, sondern ein Spiegel deiner Seele.

Sie machen innere Themen, blinde Flecken und Denkmuster sichtbar – oft klarer, als wir es uns selbst eingestehen möchten.

  • Ein Beispiel: Jemand fragt nach einer beruflichen Veränderung. Die Karten zeigen kein „großes Geld“, sondern thematisieren Unsicherheit und mangelndes Selbstvertrauen. Das ist keine Wahrsagerei, sondern eine wertvolle, ehrliche Rückmeldung: „Trau dich, dir mehr zuzutrauen.“ Das ist kein Hokuspokus, sondern eine tiefgreifende, direkte Wahrheit.​​​​


Vorurteil 2: „Kartenlegen sagt die Zukunft haargenau voraus.“

Viele stellen sich vor, man bekommt eine exakte Liste geliefert: „Am Dienstag um 16:34 Uhr passiert X.“ Doch so funktioniert es nicht.

Karten zeigen Tendenzen, Möglichkeiten und Strömungen – nicht festgemeißelte Fakten.

Wer Kartenlegen so versteht, wird enttäuscht. Aber wer versteht, dass es ein Werkzeug ist, um bewusster mit Entscheidungen umzugehen, erlebt eine echte Bereicherung.  

Ein schönes Beispiel ist die Frage nach der Hochzeit:

Die Karten bestätigen hier oft das Ziel, liefern aber den Schlüssel zum Erfolg gleich mit. Statt eines starren ‚Du wirst heiraten‘ lautet die Botschaft eher: ‚Die Karten spiegeln eine klare Tendenz zur Ehe. Indem du dieser Beziehung mit Offenheit begegnest und dich für echte Nähe entscheidest, ebnet dein Handeln den Weg für dieses gemeinsame Ziel.‘“

Kartenlegen ist keine passive Vorhersage, sondern ein Aufzeigen von Möglichkeiten.


Vorurteil 3: „Man verliert die Kontrolle, wenn man Karten legt.“

Ein weit verbreitetes Missverständnis ist der Glaube, man würde durch das Kartenlegen die Kontrolle an das Schicksal abgeben oder sei den Vorhersagen hilflos ausgeliefert. Doch das Gegenteil ist der Fall: Kartenlegen dient nicht dazu, dich zu entmündigen, sondern dich zu bevollmächtigen. Die Karten nehmen dir keine Entscheidung ab, sie geben dir lediglich das Wissen an die Hand, um klügere und bewusstere Entscheidungen zu treffen.

Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung:Stell dir vor, die Karten zeigen für die nähere Zukunft eine „stürmische Phase“ im Beruf an.

  • Ohne die Karten: Der Sturm trifft dich unvorbereitet, du reagierst impulsiv und fühlst dich als Opfer der Umstände.​​​​
  • Mit dem Wissen der Karten: Du weißt, dass es unruhig werden könnte. Du kannst dich emotional wappnen, wichtige Gespräche strategisch planen oder in dieser Zeit besonders gut auf deine Work-Life-Balance achten.

Die Karten sind wie ein Wetterbericht: Sie sagen dir, dass es regnen wird – aber du entscheidest immer noch selbst, ob du einen Regenschirm mitnimmst, drinnen bleibst oder tanzen gehst. Du bleibst zu jedem Zeitpunkt die Regisseurin deines Lebens.


Vorurteil 4: „Kartenlegen ist nur etwas für Krisenzeiten.“

Viele Menschen greifen erst dann zu den Karten, wenn es sprichwörtlich „brennt“:

  • bei einer schmerzhaften Trennung,
  • einem plötzlichen Jobverlust oder
  • tiefer Orientierungslosigkeit.

Natürlich sind die Karten in diesen Momenten ein wertvoller Anker, um Klarheit im Chaos zu finden. Doch wer sie nur als Notfall-Kit betrachtet, verpasst ihr eigentliches Potenzial.

Die wahre Stärke der Karten entfaltet sich nämlich gerade dann, wenn es im Leben ruhig ist. Sie fungieren dann wie ein „mentales Vitaminglas“. Eine kleine Legung am Morgen kann dir Impulse geben, die dein Bewusstsein schärfen:

  • Worauf darf ich heute meinen Fokus legen?
  • Welche Chance übersehe ich vielleicht im Alltagstrubel? 

So wird das Kartenlegen von der bloßen „Feuerwehr“ zu einem inspirierenden Ritual der Selbstfürsorge. Es hilft dir, proaktiv zu gestalten, statt nur auf Krisen zu reagieren – und zaubert dir oft genau das Lächeln ins Gesicht, das den Unterschied in deinem Tag macht.

Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung:

  • In der Krise: Du fragst die Karten nach einer Trennung: „Wie geht es weiter?“ (Reaktion auf Schmerz).
  • Im Alltag: Du fragst die Karten an einem gewöhnlichen Dienstag: „Welche Qualität hat der heutige Tag für mich?“ Die Karte „Die Sonne“ erscheint – und du entscheidest dich spontan, das geplante Meeting nach draußen zu verlegen oder eine Freundin anzurufen, was dir einen unerwarteten Energieschub für die ganze Woche gibt.


Vorurteil 5: „Man muss fest daran glauben, damit es funktioniert..“

Dieses Vorurteil hält sich hartnäckig, ist aber eigentlich ein Missverständnis. Kartenlegen hat wenig mit blindem Glauben zu tun, sondern vielmehr mit Resonanz. Es ist wie mit Musik: Man muss nicht an eine Melodie „glauben“, damit sie einen berührt oder eine bestimmte Stimmung erzeugt.

Die Karten nutzen eine universelle Symbolsprache, die eine Brücke zu unserem Unterbewusstsein schlägt. Unser Verstand ist oft mit Logik und Alltagsstress beschäftigt, während unser Inneres längst weiß, wo der Schuh drückt oder wo eine Chance wartet. Die Karten machen dieses verborgene Wissen lediglich sichtbar.

Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung:Selbst absolute Skeptiker erleben in Beratungen oft diesen „Gänsehaut-Moment“. Nehmen wir an, jemand lässt sich rein aus Neugier die Karten legen und behauptet: „Ich glaube an nichts davon.“ Wenn dann eine Karte fällt, die ein absolut spezifisches, aktuelles Thema spiegelt – etwa ein lang verschwiegener Konflikt oder ein ganz privater Traum –, weicht die Skepsis dem Staunen: „Wie konnte die Karte genau das zeigen, was mich gerade im Innersten beschäftigt?

Es braucht also keinen „festen Glauben“ als Voraussetzung. Was es braucht, ist lediglich eine Prise Neugier und die Bereitschaft, hinzuschauen. Die Karten wirken durch das, was sie in uns auslösen, nicht durch das, was wir vorher über sie denken.

Fazit: Dein Wegweiser statt Schicksalsurteil

👉 Kurz gesagt: Kartenlegen ist weder Hokuspokus noch ein starres Schicksalsurteil. Es ist ein kraftvolles Werkzeug, das mit Symbolen, Bildern und Archetypen arbeitet, um verborgene Wahrheiten ans Licht zu bringen. Es hilft dir, Tendenzen zu erkennen und deinen Weg mit mehr Klarheit und Selbstvertrauen zu gehen.

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