Kann man für sich selbst die Karten legen?

Legst Du die Lenormandkarten auch für dich selbst oder nur für andere?

Das wäre schade, denn sie sind ein wirklich nützliches persönliches Werkzeug für dich.

Ich höre immer wieder dass viele Kartenleger/Innen die Karten nur für andere legen. Auch der Glaube: man kann sich selbst nicht wirklich die Karten legen, ist weit verbreitet.

Der Grund: Die  persönliche Situation ist zu bekannt um objektiv die Karten für sich selbst zu legen.

Persönlich lege ich die Karten gerne und oft für mich selbst. Ich bin der Meinung, dass dies eine prima Gelegenheit ist um eine sichere und intuitive Verbindung zu den eigenen Karten aufzubauen. Es bietet einen großen Spielraum fürs Experimentieren mit den Karten. Haben wir doch die Fragen und kommende Lösung als Kontrolle ständig zur Verfügung.

Du kannst deine Karten auf diese Weise dazu bringen, dass sie für dich arbeiten!

Es gibt jedoch einige Fallstricke die du beachten solltest:


5 wichtige Regeln für klare Lenormand-Deutungen

3 Lenormandkarten liegen auf einem Holztisch daneben die Frage was ich hoffe und was die Karten zeigen

Viele Menschen beginnen mit den Lenormandkarten, weil sie Antworten auf ihre eigenen Fragen suchen.

Doch früher oder später taucht dieselbe Unsicherheit auf:

Kann man sich die Karten überhaupt selbst legen?

Vielleicht hast du schon gehört, dass man für andere Menschen besser deuten kann als für sich selbst. Schließlich kennt man die eigene Situation zu gut und läuft Gefahr, nur das zu sehen, was man sehen möchte.

Doch stimmt das wirklich?

Tatsächlich können eigene Legungen sogar zu den wertvollsten Übungen gehören. Du kennst die Ausgangssituation, kannst Entwicklungen direkt beobachten und lernst mit der Zeit, wie deine Karten mit dir persönlich kommunizieren.

Genau deshalb lege ich meine Lenormandkarten regelmäßig für mich selbst.

Allerdings gibt es einige typische Fehler, die fast jeder Kartenleger irgendwann macht. Wenn du diese kennst, werden deine Deutungen deutlich klarer und zuverlässiger.

Kann man sich selbst die Lenormandkarten legen?

Ja, absolut.

Die Lenormandkarten sind nicht nur ein Werkzeug für Beratungen oder Legungen für andere Menschen. Sie können dir helfen,

  • Situationen besser zu verstehen
  • eigene Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen
  • Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen
  • bewusstere Entscheidungen zu treffen

Gerade weil du die Hintergründe deiner Fragen kennst, kannst du aus eigenen Legungen oft besonders viel lernen.

Die Herausforderung liegt nicht darin, ob die Karten funktionieren.

Die Herausforderung besteht darin, die Antworten möglichst objektiv zu betrachten.

Deshalb lohnt es sich, auf die folgenden fünf Punkte besonders zu achten.

Fehler 1: Du bist nicht objektiv

Das ist wahrscheinlich der häufigste Fehler überhaupt.

Du stellst eine Frage, ziehst die Karten und bemerkst sofort, dass dir die Antwort nicht gefällt. Vielleicht hattest du auf eine andere Entwicklung gehofft oder möchtest ein bestimmtes Ergebnis sehen.

Genau hier beginnt die Gefahr.

Plötzlich werden Bedeutungen abgeschwächt, umgedeutet oder einzelne Karten überbewertet.

Die Karten antworten jedoch nicht auf das, was du gerne hören möchtest. Sie zeigen das, was für deine Frage aktuell relevant ist.

Stell dir vor, du fragst nach einer neuen Beziehung und hoffst auf eine positive Entwicklung. Zeigen die Karten jedoch Berg, Wolken und Sarg, entsteht schnell die Versuchung, die Aussage abzuschwächen oder nach einer positiveren Bedeutung zu suchen.

Genau hier beginnt die subjektive Deutung.

So vermeidest du diesen Fehler

Betrachte die Legung so, als würdest du sie für eine fremde Person deuten.

Arbeite Schritt für Schritt:

  • Grundbedeutungen notieren
  • Karten miteinander verbinden
  • erst danach eine Gesamtdeutung erstellen

Je strukturierter du vorgehst, desto weniger Raum bleibt für Wunschdenken.

Fehler 2: Du legst die Karten genau dann, wenn du am wenigsten objektiv bist

Nach einem Streit, einer Enttäuschung oder einer belastenden Nachricht ist die Versuchung groß, sofort die Karten zu befragen.

Genau dann fällt eine objektive Deutung jedoch besonders schwer.

Ängste, Hoffnungen und Befürchtungen färben jede Karte ein.

Die Wolken wirken plötzlich dramatischer.Der Berg erscheint unüberwindbar.Der Sarg wirkt endgültig.

Dabei zeigen die Karten oft etwas ganz anderes.

Was hilft?

Lege die Karten ruhig aus.

Fotografiere das Kartenbild oder notiere die Legung in deinem Lenormand-Tagebuch.

Mit der eigentlichen Deutung wartest du einige Stunden oder sogar bis zum nächsten Tag.

Oft wirkt das Kartenbild dann deutlich klarer.

Fehler 3: Du stellst keine klare Frage

Die Qualität einer Legung beginnt lange vor dem Mischen der Karten.

Sie beginnt mit deiner Frage.

Je unklarer die Frage formuliert ist, desto schwieriger wird die Antwort.

Ein Beispiel:

„Wird alles gut?“

Diese Frage kann sich auf nahezu jeden Lebensbereich beziehen.

Deutlich hilfreicher wäre:

„Welche Entwicklung zeigt sich in den nächsten vier Wochen für mein aktuelles Projekt?“

oder

„Was sollte ich in meiner Partnerschaft momentan besonders beachten?“

Je präziser die Frage, desto präziser die Antwort.

Welche Fragen sich besonders gut für die Lenormandkarten eignen, erfährst du auch in meinem Artikel: Die besten Fragen an die Lenormandkarten .

3 5er Kombinationen der Lenormandkarten und ein Zettel daneben, eine Kerze und eine Tasse Tee auf einem Holztisch

Fehler 4: Du legst dieselbe Frage immer wieder

Fast jeder kennt diesen Moment.

Die Antwort gefällt nicht.

Also werden die Karten erneut gemischt.

Und noch einmal.

Und noch einmal.

Irgendwann entsteht ein völlig unübersichtliches Bild.

Die ursprüngliche Aussage verwässert.

Wenn du zusätzliche Informationen benötigst, kannst du eine Folgefrage stellen oder eine ergänzende Legung machen.

Die identische Frage jedoch immer wieder neu auszulegen, führt selten zu mehr Klarheit.

Vertraue der ersten Legung.

Sie enthält meist bereits die entscheidenden Hinweise.

Fehler 5: Du nutzt die Karten nur als Zukunftsvorhersage

Viele Menschen betrachten Lenormandkarten ausschließlich als Werkzeug zur Vorhersage zukünftiger Ereignisse.

Dabei steckt ihr eigentlicher Wert oft an anderer Stelle.

Die Karten zeigen:

  • aktuelle Dynamiken
  • Gedanken und Gefühle
  • Chancen und Risiken
  • mögliche Entwicklungen

Vor allem machen sie sichtbar, wo du selbst Einfluss nehmen kannst.

Wenn eine Legung auf Konflikte hindeutet, bedeutet das nicht automatisch, dass diese unvermeidbar sind.

Im Gegenteil.

Vielleicht erhältst du gerade die Möglichkeit, rechtzeitig anders zu handeln.

Genau darin liegt die Stärke der Karten.

Sie zeigen nicht nur mögliche Entwicklungen.

Sie helfen dir zu erkennen, wo Veränderung möglich ist.

Warum ein Lenormand-Tagebuch deine Deutungen verbessern kann

Viele Kartenleger suchen nach neuen Büchern, Legungen oder Deutungstechniken.

Dabei übersehen sie oft das einfachste Lernwerkzeug überhaupt: ein Lenormand-Tagebuch.

Notiere dir:

  • deine Frage
  • die gezogenen Karten
  • deine erste Deutung
  • das tatsächliche Ergebnis

Schon nach wenigen Wochen wirst du Muster erkennen.

Vielleicht stellst du fest, dass bestimmte Karten bei dir regelmäßig auf ähnliche Situationen hinweisen oder dass du bestimmte Kombinationen immer wieder zu pessimistisch oder zu optimistisch deutest.

Gerade bei eigenen Legungen wird ein Tagebuch schnell zum wertvollsten Lehrer.

Falls du noch am Anfang stehst, findest du hier auch eine Anleitung zum Lernen der Lenormandkarten .

Häufige Fragen zum Kartenlegen für sich selbst

Kann man sich die Lenormandkarten selbst legen?

Warum fällt das Kartenlegen für sich selbst manchmal schwer?

Sollte man dieselbe Frage mehrmals hintereinander stellen?

Was tun, wenn die Antwort der Karten nicht verständlich ist?

Kann man mit den Karten die Zukunft verändern?

Fazit: Ja, du kannst dir selbst die Karten legen

Die Lenormandkarten können ein wertvoller Begleiter im Alltag sein.

Nicht weil sie jede Zukunft unveränderlich vorhersagen.

Sondern weil sie helfen können, Zusammenhänge zu erkennen, Entwicklungen bewusster wahrzunehmen und bessere Entscheidungen zu treffen.

Frage deshalb nicht nur:

„Was wird passieren?“

Sondern auch:

„Was kann ich aus dieser Legung lernen und welche Möglichkeiten zeigt sie mir auf?“

Genau dort beginnt oft die eigentliche Stärke der Lenormandkarten.

Lenormand Kartenlegen lernen eine Karte auf einem Tisch daneben kleine Zettel mit Deutungen und Bedeutung

Du möchtest sicherer deuten?

Viele Kartenleger zweifeln nicht an ihren Karten, sondern an ihren eigenen Deutungen.

Oft liegt das Problem nicht an fehlender Intuition, sondern daran, dass ein klarer Deutungsablauf fehlt.

In meinem Lenormand-Kurs lernst du Schritt für Schritt, wie du Kartenbilder systematisch liest, Kombinationen verstehst und eigene Legungen deutlich sicherer deutest.

Zum Lenormand-Kurs →

Nach oben