Ideen für dein Lenormand Tagebuch

  • Lesedauer:6 min Lesezeit

Das Kartenlegen mit den Lenormand Karten ist wie eine Fremdsprache lernen. Zuerst lernst du allgemeine Wörter, danach kannst du dein Wissen verfeinern.

Es ist ein Prozess auf dem du dich einlässt:

Lernen – Verstehen – Vertiefen

Gerade am Anfang kann die Informationsflut überwältigend sein. Viel Wissen und Möglichkeiten  stürzen auf dich ein:

  • Grundbegriffe
  • Zuordnungen zu verschiedenen Lebensbereiche
  • unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten
  • Legemöglichkeiten
  • unterschiedliche Systeme und Deutungen

Da “raucht” gerne mal der Kopf vor lauter Lernen und die Geduld und Standhaftigkeit wird auf die Probe gestellt.

Noch schlimmer, wir bringen das Erlernte durcheinander und ein Chaos entsteht, trauen unserer Deutung nicht mehr….als ob wir nächtelang Vokabeln gelernt hätten und sie nun in unserem Kopf ein wildes Durcheinander verursachen und ihren Partner nicht mehr finden.

Da hilft nur eines:

Bring Struktur hinein!

Karten lenormand lernen

Wo und wie anfangen?

Führe ein Lenormand Tagebuch!

Erschaffe dir deinen eigenen Schatz, wenn es ums Kartenlegen geht. Schreibe deine Erfahrungen auf, mach dir Notizen über die Karten, fertige ein individuell auf dich abgestimmtes Nachschlagewerk und Selbsthilfebuch.

Begleitung

Es wird dich begleiten, vielleicht sogar ein Leben lang

Konzentration

Es hilft dir dich zu konzentrieren und strukturieren

Erkenntnisse

Es verschafft die viele Erkenntnisse, die dir sonst verloren gehen würden.

“Dem einen fällt es leicht, dem anderen ist es ein Graus”

Wenn du ohnehin gern ein Tagebuch führst, dann dürfte dir diese Übung Freude bereiten und einfach fallen.

Zugegeben, ich selbst bin kein motivierter Tagebuchschreiber. Aus diesem Grund musste ich mich Anfangs überwinden bzw. mit einem kleinen Motivationstrick überlisten:

Kennst du die Listen die man sich fertigt und abhaken kann?

Ich liebe Listen, sie helfen mir meinen Plan einzuhalten und geben mir das Gefühl etwas geschafft zu haben. Ich mache also nicht nur Packlisten sondern regelmäßig TO Do Listen. Manchmal splitte ich sie gerne auf, damit ich optisch das Gefühl habe mehr gemacht zu haben 😉

Dann wird schnell aus Hund Baden eine Aufgabe die in Waschen, Kämmen und Föhnen unterteilt ist. Das liest sich doch viel erfolgreicher wenn drei statt nur eine Tätigkeit abgehakt werden.

Mein Trick: Checkliste und Tagebuch kombinieren

Was ich eingetragen habe:

  • Das Datum der Legung
  • Die Frage die ich mir gestellt hatte

Zum abhaken:

  • Die Karten die ich gezogen habe
  • Die Grundbedeutungen der Karten
  • Die Deutung zur Legung

Ich brachte damit einfach etwas Struktur hinein, indem ich mir ein Nachschlagewerk erschaffte und einen persönlichen Erfahrungsbericht. Die Liste hat sich im Nachhinein als sehr praktisch beim Auffinden einer Frage herausgestellt!

Wenn ich ein Ergebnis hatte zur jeweils gestellten Frage , habe ich dieses nachträglich notiert und konnte meine erste Einschätzung und damalige Deutung nochmals nachlesen.

Auf diese Weise konnte ich zunehmend weitere – für mich wichtige Deutungen der Karten –  erfassen. Auch wenn sich Karten ganz untypisch legten und ich sie am Anfang weder Verstand noch zuordnen konnte……mit der Erfahrung und dem Vergleichen war es nach einer gewissen Zeit möglich, heraus zu filtern wann und wie diese Karte immer erschien, obwohl sie scheinbar mit ihrer Grundbedeutung nicht zum Thema passte. Ihr wisst ja, es ist ein Zusammenspiel zwischen dem gelernten und dem Unbewussten sowie der Intuition.

Auch du kannst das!

Mache ein Spiel daraus, ein ganz persönliches Experiment.

Du kannst dir ein schönes Buch oder ein Heft besorgen. Wer es ganz genau machen möchte besorgt sich zwei! Eines für die Karten und ihre Bedeutungen, eines für die Legungen und deinen Erfahrungen.

Auch das ganze am PC digital zu machen ist ganz einfach möglich. Leg dir einen Tagebuchordner an und schreib los!

Dein Erfolg beim Kartenlegen hängt wesentlich von folgenden Faktoren ab:

Wenn du nicht weißt wo anfangen, hier einige Ideen:

Idee 1: Deine Karten kennenlernen!

Nimm dir die Zeit und lerne deine Karten ausgiebig kennen, indem du dir die Bedeutungen in allen Facetten aufschreibst. Was fällt dir an den Karten auf, welche Stichworte verknüpfst du mit der jeweiligen Karte?

Übe dich darin die gesamte Bandbreite der Karten zu berücksichtigen:

  • Wofür steht sie allgemein?
  • Wie sieht es in den Bereichen der Liebe, der Arbeit ect. aus?
  • Hat sie eine Bedeutung als Personenkarte?
  • Wie wirkt sie für dich im Alltag?
  • Kombiniere zwei Karten. Wie deutest du sie?
  • Verändert sich die Bedeutung wenn du ihre Lage veränderst?
  • Welchen Sinn hat diese Karte für dich?

Idee 2: 3er Legung

Wenn du die Bedeutungen der Karten kennst, ist die 3er Legung eines der einfachsten Legungen der Lenormand Karten. Ziehe jeden Tag 3 Karten in Verbindung mit einer Frage und deute die erhaltene Legung. Mache dies mindestens 1 Woche oder bis du sicher in der Deutung der aneinander gereihten Karten bist.

Du kannst dich zum Beispiel fragen:

  • Was für dich heute wichtig ist?
  • Was der Tag bringt?
  • Was in der Post ist?

Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Idee 3: 5er- oder 9er Legung

Erweitere die Übung und ziehe mehr Karten. Stelle dir jeden Tag eine Frage aus deinem Alltag und deute die Karten. Wenn du mehr Karten ziehst, dann werden die Aussagen auch viel detailreicher.

Lass dir hierfür einige Wochen Zeit und kontrolliere das Ergebnis in Bezug auf deine Deutungen.

  • Gibt es Kombinationen die in deinem Alltag häufiger auftauchen?
  • Was wollen sie dir mitteilen?

Idee 4: In die Zukunft schauen

Schau in deine Zukunft und lege dir ein großes Blatt für die kommende Woche oder das nächste halbe Jahr. Das empfehle ich dir erst, wenn du die Karten schon recht gut für dich beherrscht.

Du kannst auch mit einfacheren kleinen Legesysteme anfangen und dir selbst Fragen stellen wie sich etwas bei dir entwickeln wird. Zum Beispiel:

  • Was bringt mir die kommende Woche?
  • Wie geht dies oder das aus?
  • Wo liegt das Problem bei diesem oder jenem?

Werde nicht ungeduldig beim Lernen. Du lernst eine Fremdsprache ja auch nicht über Nacht. Ein wenig Geduld wirst du schon aufbringen müssen. Die Mühe lohnt sich!

Wenn du dein Tagebuch spielerisch angehst dann wirst du viel Freude und AHA Effekte erleben!

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Du kannst dir hier meine Checkliste als PDF downloaden:

Checkliste Lenormand Tagebuch